Förderprojekt

HUMAN Konzept

„Mit HUMAN möchten wir die Jugendlichen ermutigen, ihre persönlichen Stärken und Visionen zu entwickeln mit dem Ziel, ihren eigenen Weg zu gehen als Teil einer freien und toleranten Gesellschaft.“

Kurt de Prins, Direktor der IMELDA-Schule in Molenbeek 

1. Phase: Impuls aus Molenbeek

Premiere 2020 in Brüssel

Die Idee für das HUMAN European Culture Project entstand in Brüssel-Molenbeek, in dem Stadtteil, der besonders durch die Attentate von Paris und Brüssel, durch Razzien und Festnahmen in die Schlagzeilen geriet. Seitdem wird nicht nur hier, sondern weltweit, immer drängender gefragt: Wie gelingt ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen über alle Grenzen von Traditionen, Lebensstilen und Weltanschauungen hinweg?
Ausgehend von der Initiative einer Molenbeeker Schule (Imelda) wird HUMAN daher mit mehr als 100 Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren in Verbindung mit zeitgenössischer Musik und modernem Tanz die UN-Menschenrechte neu entdecken und erlebbar machen.
Die Premiere findet am 7. November 2020 im großen Konzertsaal Cirque Royal in Brüssel statt. Grundlage für das HUMAN European Culture Project ist ein neu komponiertes Musikwerk von Helge Burggrabe für Orchester und Perkussion, zu dem der weltbekannte Choreograf Royston Maldoom und sein Team (Wilfried van Poppel, Amaya Lubeigt, Nanni Kloke) gemeinsam mit Brüsseler Jugendlichen im Stil seines Community Dance-Projektes „Rhythm is it“ eine mitreißende Choreografie entwickelt.

2. Phase: Von Brüssel nach Europa

Europaweite Schulprojekte 2021 – 2023

Mit der HUMAN Premiere in Brüssel strahlt die Idee nach Europa aus.
Ausgehend von der Choreografie von Royston Maldoom verwirklichen die beiden begeisternden Choreografen Wilfried van Poppel und Amaya Lubeigt über drei Jahre die HUMAN Idee nach dem erfolgreichen Konzept „Five days to dance“ an vielen Schulen Europas. Ihre Überzeugung ist: „Wer zusammen tanzen kann, kann auch zusammenleben.“
Eingebettet ist diese pädagogisch-künstlerische Projektwoche in ein für Schulen entwickeltes Curriculum mit fächerspezifischen Vorschlägen zur Bearbeitung von Menschenrechts-Themen im Unterricht. Den Abschluss bildet jeweils eine öffentliche HUMAN Aufführung der Jugendlichen, sodass auch das Publikum zur Auseinandersetzung mit den Grundwerten der Menschenrechte angeregt wird.
Geplant sind Schulprojekte in möglichst vielen Ländern, die durch Train-the-Trainer-Programme miteinander verbunden sind. So entsteht ein Netzwerk der Akteure, die sich in der Kraft des Dialogs über Essentials der Menschenrechte und im gemeinsamen schöpferischen Ausdruck nachhaltig verbunden wissen.
Vorgesehen sind zudem weitere große HUMAN Aufführungen im Stil der Brüsseler Premiere von Royston Maldoom, unter anderem am Theater Duisburg, am Theater Bremen und in Wien.

3. Phase: Von Europa nach Brüssel

Finale in Brüssel 2023

Mitwirkende Jugendliche aller beteiligten HUMAN Projekte aus vielen Ländern Europas treffen sich im Herbst 2023 in Brüssel zum Jubiläum: 75 Jahre Verkündung der UN-Menschenrechte. HUMAN kehrt so in die ‚Hauptstadt Europas‘ zurück und setzt mit einem großen öffentlichen Tanzperformance-Finale ein deutliches Zeichen für die Menschenrechte. Denn: Wo Freiheit und Menschenwürde geschützt sind, steht der Weg für friedliche Visionen, für Kreativität und ein kraftvolles, lebensbejahendes Zusammenleben offen.


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Bild oben: Tanzproduktion von Wilfried van Poppel & Amaya Lubeigt